Hey Uni – Willkommen in der Realität

Alles neu, alles anderes. Alles Uni.

 

Die erste Zeit an der Uni ist wie die Suche nach dem Passierschein 38a bei Asterix und Obelix. Wie erleben Erstsemester den Realitätsschock?

 

Das Wintersemester hat gerade begonnen und mit ihm viele Erstsemester. Die Doku-Serie „Hey Uni“ begleitet ab jetzt die Studenten Veronica, Fabienne, Pratheek, Luca und Elena dabei, wie sie mit dem Start in ihr neues Leben klar kommen.

 

Erster Uni-Tag: Kunst-Pädagoge Luca sucht. Und sucht. Und sucht. Nach dem richtigen Raum, in dem sein erstes Seminar stattfindet. Verwirrung ist im Uni-Alltag normal, vor allem in den ersten paar Wochen. Denn mal ehrlich: Das System Universität ist an vielen Stellen alles andere als intuitiv. Die Uni hat ihre eigene Sprache, ihre eigenen bizarren Regeln und Macken.

 

Räume nicht finden, über die Mensa schimpfen, neue Freunde treffen, am System verzweifeln. Wir wollten von älteren Studenten wissen, an was sie sich aus ihrer ersten Zeit an der Uni erinnern. Wie hart war der Realitätsschock?

 


 
In der Theorie klingt alles ziemlich einfach und ziemlich toll: Endlich nicht mehr zu Schule gehen, Boss des eigenen Lebens sein, die Sachen machen, auf die man wirklich Bock hat. Da kommt sie endlich, die große Freiheit. Hey Uni.

 

Dann die Realität. Der Dozent in der Einführungsveranstaltung ist ein verschlafener Opa, der keine Ahnung von Pädagogik hat. Das Unigebäude gleicht einem Labyrinth. Die anderen Studenten sind nett, aber irgendwie vermisst du auch Philipp und Sarah, mit denen du in der Schule immer abgehangen hast. Und warum schließt dein Mitbewohner sich ständig in seinem Zimmer ein? Du musst tausend verwirrende Formulare ausfüllen, die Mitarbeiter des Prüfungsamts sprechen eine Sprache, die du nicht verstehst und der vermeintliche Sinn deines neuen Lebens wird in einer sehr speziellen Einheit gezählt: Credit Points. Und du selbst bist jetzt ein „Ersti“, was irgendwie nach Heiteitei klingt. Eigentlich schwankst du die ganze Zeit nur noch zwischen „Fuck“ und „Yeah“.

 

Luca findet seinen Seminarraum nicht. Elena merkt, dass Mathe im Studium ziemlich anspruchsvoll ist. Und Fabienne verliert schon mal den Überblick über ihre WG-Mitbewohner. Willkommen im Leben eines Erstsemesters!

 


 
Nicht nur deutsche Erstsemester sind vom hiesigen System Uni oft nachhaltig verwirrt: Vor ein paar Wochen schrieb der finnische Student Juuso Nisula einen viel diskutierten Blogartikel über sein Auslandssemester an der Uni Köln. Er freute sich auf Karneval, Salatbuffets in der Mensa und eine nette Atmosphäre. Dann kam der Studienbeginn. Juusos persönliche Hölle.

Die Zeit an der deutschen Uni beeindruckte ihn nachhaltig so negativ, dass er in seinem Blogartikel acht Gründe aufzählt, warum man auf keinen Fall in Deutschland studieren sollte. Unter anderem kritisiert er das Uni-Ausweissystem (wozu eine praktische Chip-Karte, wenn man auch zehn verschiedene Ausweise aus Papier haben kann?), schlecht funktionierende Online-Programme und das Prüfungsamt, das ihn an das kommunistische System Chinas erinnert und das er am liebsten gleich ganz abschaffen würde. Ob die Studenten aus „Hey Uni“ ähnliche Erfahrungen gemacht haben?

 

 

Wie es den anderen Hey-Uni-Studenten in ihrer Anfangszeit ergeht, könnt ihr in den nächsten Monaten hier bei „Hey Uni“ miterleben. Die erste Folge gibt’s am 28. Oktober online und am 29. Oktober in ARD-Alpha.

 

Linktipps

Campus Magazin: Kochen und Kennenlernen – Neue Stadt, neue Uni, neue Freunde

PULS: How to Erstsemester – So kommt ihr durch den Uni-Dschungel

Campus Magazin: Semesterbeginn – Tipps für einen guten Unistart

Campus Magazin: Schnupperstudium – Uniluft auf Probe

PULS: Tinder oder Kekse – Uni-App gegen Ablenkung

PULS: Neu in der Stadt – Diese Apps helfen dir anzukommen

Zeitjung: 30 Momente, die du in der Uni erlebt haben solltest